Im Leben eines Mädchens sind die Tage angefüllt mit Ereignissen, die banal zu sein scheinen, es in Wirklichkeit aber nicht sind.

Es häufen sich die bewussten wie unbewussten Versuche der Umwelt, das Kind auf die Mädchenrolle festzulegen. Aus der Summe solch alltäglicher Erfahrungen ergibt sich für das Kind ein Muster, nach dem es sein Verhalten ausrichtet.

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Einleitung - Rollenerziehung bei Mädchen

Aus Knaben werden Leute,
aus Mädchen werden Bräute.
Deutsches Sprichwort


Im Leben eines Mädchens sind die Tage angefüllt mit Ereignissen, die banal zu sein scheinen, es in Wirklichkeit aber nicht sind.

Erziehung

Es häufen sich die bewussten wie unbewussten Versuche der Umwelt, das Kind auf die Mädchenrolle festzulegen. Aus der Summe solch alltäglicher Erfahrungen ergibt sich für das Kind ein Muster, nach dem es sein Verhalten ausrichtet.

Die Rollenzuweisung für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer wird inszeniert, und zwar in Alltagssituationen.

Phasen: Schwangerschaft, Neugeborenes Baby, Kleinkind, Schule

Wie sie da immer wieder hergestellt, verfestigt, zementiert wird, in den kleinsten Begebenheiten, Äußerungen, Interaktionen, Szenen, tagtäglich, unbemerkt, lesen Sie auf diesen Seiten.



Ewiger Einwand: Es sind doch die Mütter, die die Kinder erziehen!

Untersuchungen zeigen, dass Väter - im Gegensatz zu dem, was oft angenommen wird - in bezug auf die Erziehung zur Geschlechterrolle diejenigen sind, die bestimmen! Die Mütter sind ihre Helferinnen und Ausführende der patriarchalen Vorschrift!

Mütter haben keine Wahl. Sie waren/sind ja selbst Töchter.

Die Väter bestehen auf der Erziehung zum "richtigen Mädchen" und "richtigen Jungen". Nichts erscheint ihnen verhasster, als ein "weibischer" Junge - eher wird dem Mädchen schon mal "Jungenhaftigkeit" verziehen.

Wir alle haben die patriarchalen Normen so verinnerlicht, dass wir uns keine Alternativen vorstellen können, bzw. noch nicht mal das Bedürfnis haben, nach Alternativen zu suchen!

Das Patriarchat hat ganze Arbeit geleistet! Seit Jahrtausenden wird Mädchen nicht nur der Wille, sondern auch das Rückgrad gebrochen. Ach, du bist eine Mutter, die das ihrer Tochter nicht antut? Denkste - dir ist ja selbst als Kind das gleiche widerfahren! Woher willst du andere Verhaltensweisen nehmen? Auf diesem Planeten findest du kaum welche.

Es ist überhaupt aufschlussreich, dass sich Mädchen schon mal einen besuchsweisen Aufstieg, d.h. "männliche" Verhaltensweisen erlauben dürfen; Jungen sich aber nie einen Abstieg, also "weibliche" Verhaltensweisen.

Denn die männliche Rolle ist die Norm, die weibliche wird immer nur in Relation zu ihr gemessen.

Die weibliche Rolle ist also nicht nur "anders, als die männliche, aber gleichwertig", sondern tatsächlich minderwertig!

Frauen werden dazu erzogen, Abhängigkeitsbedürfnisse zu entwickeln. Es wird ihnen beigebracht, von Geburt an und weiter ohne Pause bis zum Tod, dass sie dieses Abhängigkeitsbedürfnis auf den Mann zu konzentrieren haben. Was das freie Spiel der Liebe genannt wird, hat in Wahrheit einen ganz anderen Hintergrund.


 

So sind die Mädchen, die ihr meint,
Denn keine Menschen? 
"Nein mein Freund!"
Was sind sie denn, Herr Mädchenkenner?
"Lebend'ge Puppen für die Männer."

Johann W. L. Gleim

 
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