Im Leben eines Mädchens sind die Tage angefüllt mit Ereignissen, die banal zu sein scheinen, es in Wirklichkeit aber nicht sind.

Es häufen sich die bewussten wie unbewussten Versuche der Umwelt, das Kind auf die Mädchenrolle festzulegen. Aus der Summe solch alltäglicher Erfahrungen ergibt sich für das Kind ein Muster, nach dem es sein Verhalten ausrichtet.

Davon handelt diese Seite.

 
 
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Warum sind Mädchen schwieriger zu erziehen?
Oder sollten wir lieber fragen:
Warum sind Mädchen schwerer zu dressieren?

Typisch ist, dass schon in den aller ersten Lebensjahren beim weiblichen Kleinkind alle „weiblichen“ Fähigkeiten - also solche, die eben bei Mädchen gefördert werden - direkt der Arbeitsentlastung der Erwachsenen dienen.
So sind Mädchen
  •  früher sauber
  •  kleiden sich früher selbständig an
  •  werden schon im Vorschulalter zum Bedienen von Vätern und Brüdern angehalten
ImageDie Mädchenarbeit hat sehr viel größere Ausmaße, als bisher angenommen.

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass kleine Mädchen häufig lieber Jungen wären, dass das Annehmen der weiblichen Geschlechterrolle generell nicht ohne Widerstand geschieht, besitzt sie doch im Gegensatz zur männlichen keine positive Anziehungskraft.

ImageDas Annehmen einer Rolle (einer Realität), die Demütigung, Unterdrückung und Ausbeutung beinhaltet, kann nur erzwungen werden.
Und das beantwortet obige Fragestellung: Es ist viel schwieriger und anstrengender, Energien oder einen starken Willen zu unterdrücken und darauf hinzuarbeiten, dass sich die Energie gegen das Mädchen selbst richtet, dass der eigene Wille langsam abstirbt, als ihm freien Lauf zu lassen.

Es ist sehr viel einfacher, einem Menschen bei der Entwicklung seiner Möglichkeiten zu helfen, als den Impuls zur Selbstverwirklichung zu unterdrücken, der in jedem menschlichen Wesen, unabhängig vom Geschlecht, steckt.


Wie sieht das Ergebnis einer solchen Behandlung aus?

Hat man eine Demütigung stillschweigend hingenommen, wird man künftig mit weiteren rechnen müssen. Die Verachtung wächst, und die Skrupel unserer Widersacher schwinden dahin. Wie eine Dirne sinken wir von Stufe zu Stufe.

Jonathan Swift

Die heutige Frau steht im Begriff, den Mythos vom Frauentum zu erschüttern. Sie beginnt, ihre Unabhängigkeit in die Tat umzusetzen.

Simone de Beauvoir
Das andere Geschlecht (Gelebte Erfahrung)

Da das Mädchen in seiner Entwicklung abgeblockt wird, ist es gezwungen, eine Selbstverteidigungs- strategie aufzubauen, um nicht zu unterliegen.

Gerade bei besonders lebhaften und lebendigen Mädchen sind massive Unterdrückungsmethoden notwendig, um sie auf ihre Rolle zu trimmen.

Und diese lebensfrohen kleinen Dinger zeigen hernach meist Charaktereigenschaften, die nicht, wie gerne behauptet wird, typisch weiblich, sondern ein Produkt psychologischer Kastration sind:

Unzufriedene, launische, weinerliche, selbstverstümmlerische, faule, leblose, passive, interesselose, kleine Mädchen, die sich auflehnen ohne zu wissen gegen wen oder was, die selber nicht wissen, was sie eigentlich möchten, sind das Ergebnis dieser Manipulation.
Machtlose Wesen, die verzweifelt ständig durch ihr Verhalten ihre Konditionierung anklagen, die voller Ängste, Unsicherheit und Hysterie in einem ständigen Zwiespalt mit sich selbst und ihrer Umwelt leben.

Und sie können keine erwachsenen Frauen werden, egal welches Alter sie auch erreichen, wenn sie sich nicht noch einmal "selbst erziehen", ihre Gedanken und Handlungen in Frage stellen und für sich neu definieren.


Schauen wir uns doch einmal ganz genau an, was so in der Familie geschieht, wenn das neue Baby gerade angekommen ist!

 

 
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