Im Leben eines Mädchens sind die Tage angefüllt mit Ereignissen, die banal zu sein scheinen, es in Wirklichkeit aber nicht sind.

Es häufen sich die bewussten wie unbewussten Versuche der Umwelt, das Kind auf die Mädchenrolle festzulegen. Aus der Summe solch alltäglicher Erfahrungen ergibt sich für das Kind ein Muster, nach dem es sein Verhalten ausrichtet.

Davon handelt diese Seite.

 
 
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Eine ganz normale Vergewaltigungs-Geschichte

Jenny wollte sterben

Im Januar 98 geschah ein Sexualverbrechen an Jennifer, elf Jahre alt. Unter einem Vorwand führten die Kontrolleure H. und sein Kollege Lars Oliver K. (29) der Stadtwerke-Bonn Jennifer und ihre Freundin (13) aus der Linie 16, brachten sie bei Hersel in ein abgelegenes Häuschen der Stadtwerke. Während Heinz H. das Kind zum Oralsex zwang, stand sein Kumpel Schmiere.


Jennifer war ein fröhliches und offenes Mädchen, bei allen beliebt und eine gute Schülerin dazu. Die Elfjährige will nicht mehr leben. Sie hat versucht, sich mit einer Glasscherbe die Pulsadern zu öffnen. Der Mann, der das Mädchen vergewaltigte, hat ihre Seele zerstört.

Jennifer fiel in tiefe Apathie. Während Heinz H. noch vor der Verhandlung wieder auf freien Fuß kam, wurde Jennifer in eine psychiatrische Klinik in Bonn eingeliefert. Das missbrauchte Kind zog sich zurück, versank in tiefes Schweigen.

"Mit dem, was passierte, ist Jenny bis heute nicht fertig geworden", sagte ihre Mutter, und: "Jenny sitzt in ihrem Zimmer, wenn sie einer anspricht, wird sie aggressiv. Sie schreit dann nur 'Lasst mich in Ruhe'. Ihre Versuche, den Panzer zu durchdringen, mit dem sich ihre Tochter umgibt, sind alle fehlgeschlagen. Therapeuten, Freundinnen und Lehrer blieben ebenfalls ohne Chance.

Ein zehnwöchiger Aufenthalt in einem Kinderheim auf Sylt, wo das Mädchen wieder Zutrauen lernen sollte, erwies sich als völliger Fehlschlag. Jenny weigerte sich, dort zur Schule zu gehen, die Heimleitung ließ es durchgehen. Die Eltern erfuhren erst Monate später davon. Jennifers Mutter (44): "Sylt war vertane Zeit."

Jennys Eltern wollen weg: "Wenn sich der Zustand des Mädchens nicht bessert, werden wir das Haus verkaufen und woanders hinziehen."

Für den Vergewaltiger, der das Leben der früher so glücklichen Familie aus dem bis dahin ruhigen Fluss brachte, hat sich der Alltag längst wieder normalisiert. Nach seiner Kündigung durch die Stadtwerke und seiner frühen Entlassung aus der Untersuchungshaft hat er einen neuen, guten Job gefunden.
Mit Unterstützung seiner Frau.

 
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