Im Leben eines Mädchens sind die Tage angefüllt mit Ereignissen, die banal zu sein scheinen, es in Wirklichkeit aber nicht sind.

Es häufen sich die bewussten wie unbewussten Versuche der Umwelt, das Kind auf die Mädchenrolle festzulegen. Aus der Summe solch alltäglicher Erfahrungen ergibt sich für das Kind ein Muster, nach dem es sein Verhalten ausrichtet.

Davon handelt diese Seite.

 
 
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Allein erziehend im Patriarchat

Wenn Sie schon ein bisschen diese Seiten durchgestöbert haben, dann wissen Sie, dass das Risiko, dass in einer patriarchalen Gesellschaft irgendein Mann Ihre Kinder schändet ziemlich groß ist. Es handelt sich dabei im Allgemeinen um einen verwandten/ bekannten Mann.

Das Problem ihre Kinder zu schützen haben nicht nur Mütter, sondern verstärkt auch Väter, die liebevoll und fürsorglich mit ihren Kindern umgehen. Die Väter haben Brüder, Onkel, Freunde oder sonstige Männer im Umkreis, die - selbst Opfer des Systems - keine Skrupel haben nach Thailand oder Tschechien zu fliegen, um dortige Kinder zu schänden. Warum sollten die sich, wenn sich die Gelegenheit bietet, nicht über die Nichte hermachen? Väter sind da (noch) wenig sensibilisiert.

Allein erziehend sind Frauen im Patriarchat sowieso, bei der sprichwörtlichen Abwesenheit der meisten Väter - was liegt da näher als von vorn herein allein zu bestimmen, wie das Leben von Mutter und Kind ablaufen soll?

Sie werden immer mehr, die Frauen, die bewusst und selbstbestimmt diese Lebensform gewählt haben: allein erziehend.

Die Zahlen:
Zwei Millionen Alleinerziehende mit über zweieinhalb Millionen Kindern gibt es allein in Deutschland.

Ich will ein Baby und keinen Mann entschieden

Diane
Diane Keaton

rosie
Rosie O'Donnell

mia
Mia Farrow

madonna
Madonna

jodie
Jodie Foster

nina
Nina Hagen

whoopi
Whoopie Goldberg

stephanie
Prinzessin Stéphanie

In den alten Bundesländern wird jedes siebte Kind von einer Single-Mutter geboren, in den neuen Bundesländern sogar jedes zweite. Und im allgemeinen steckt da eine sehr freie Entscheidung für das Kind und gegen die Ehe dahinter.

Ein langer Weg, den sich Frauen allein erkämpft haben! Noch bis 1969 war der Vater eines nichtehelichen Kindes nicht mit ihm verwandt. Hintergrund: Dem Mann sollte für seinen außerehelichen Spaß keinerlei Nachteil entstehen. Büßen mussten die Frauen für ihr unsittliches Verhalten; sie wurden deshalb an den Rand der Gesellschaft gedrückt.

Heute ist für Frauen ein nichteheliches Kind kein Schicksalsschlag mehr, sondern in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung. Allerdings keine finanzielle. Denn viele Frauen werden durch Kinder arm.

Sie verzichten mindestens einige Jahre auf berufliches Vorankommen, schöne Wohnung, Auto, auf alles scheinbar Selbstverständliche und leben oft von Sozialhilfe am Existenzminimum.

Obwohl sich immer noch das Vorurteil hält, dass die Kinder allein erziehender Mütter zu kurz kommen, gibt es mehrere Untersuchungen, die genau das Gegenteil beweisen:

Die Kinder von Single-Müttern sind

  • selbstständiger
  • verantwortungsbewusster
  • unbelastet von ehelichen Machtkämpfen
  • nicht Schändung oder anderer Männer-Gewalt ausgesetzt
  • entwickeln frühzeitig sozial-partnerschaftliches Verhalten
  • sind nicht der autoritären Willkür eines selbsternannten "Familienoberhauptes" ausgeliefert

Ein weiteres Vorurteil: Kinder leiden, wenn sie ganztags von Fremden betreut werden. Aus der Fülle der Literatur, die das Gegenteil belegt, sei hier nur ein Aufsatz aus "Psychologie heute" erwähnt. Darin schreibt die Autorin Sylvia Meise: In der früheren DDR wurden die Familienbindungen als enger und von den Kindern als positiver erlebt als in Westdeutschland. Und das, obwohl die Unterbringung im Hort und in der Krippe dort selbstverständlich war, weil beide Eltern arbeiteten.

Auf eine Frau ist Verlass - auf einen Vater erfahrungsgemäß nicht, der verlässt sich auf's "System".

Mann und Frau lieben sich wahnsinnig, heiraten, bekommen Kinder und sind glücklich bis an ihr Lebensende?

Nie und nimmer.

Jede dritte Ehe wird geschieden, Tendenz steigend. Die Ehe als gesellschaftliches Muss, als Zweck- oder Versorgungsgemeinschaft hat ausgedient.
UND: Ehe- und Kinderkriegen sind zwei Dinge, die nicht mehr wie früher aneinandergekoppelt sind.

Vor allem Frauen sind nicht mehr bereit, eine Ehe einzugehen oder aufrechtzuerhalten, in der sie emotional, arbeitsmäßig und körperlich abgezockt werden, bis zum Umfallen. Deshalb wählen Frauen andere Lebensformen.

Die Dreifachbelastung von Berufs-Müttern reduziert sich zur Zweifachbelastung wenn der Mann wegfällt. Die Belastung verringert sich noch mehr, wenn zwei oder mehr Frauen mit ihren Kindern einen Haushalt zusammenschmeißen.

Jede traditionelle Mutter ist alleinerziehend.

Es ist halb fünf, der Kindergarten schließt gleich, die Konferenz, die für drei Uhr angesetzt war, hat noch nicht mal begonnen. Die Mutter ruft ihre Nachbarin an: "Kannst du heute noch mal Benjamin mitnehmen, ausnahmsweise?" Und schon wieder schlägt das schlechte Gewissen zu, weil sie zu wenig Zeit für ihren Job hat, der nach patriarchalen Maßstäben strukturiert ist, und aber auch zu wenig Zeit für ihr Kind, das ebenfalls in ein patriarchales System eingebunden ist.
Ob sie allein erziehend ist? Völlig egal.

Fakt ist: Hätte sie einen Mann, wäre der auch nicht um fünf zu Hause. Grundsätzlich zwar gern, aber heute, leider geht es heute überhaupt nicht: "Du weißt ja, Schatz, die Hauptversammlung."

Die nicht-traditionelle, auch allein erziehende Berufs-Mutter:

Sie lebt mit zwei anderen Frauen zusammen, die jeweils ein Kind haben, eine ist gerade in der Babypause. Letztere kümmert sich auch um die beiden größeren Kindergartenkinder. Bringt sie pünktlich, ohne Hetze!! morgens hin und holt sie nachmittags wieder ab. Geht in Ruhe mit allen noch ein wenig zum Spielplatz in den Park oder ein Eis essen. Ein Wochenendseminar oder eine Geschäftsreise sind für die Berufs-Mütter kein Problem. Sie können Karriere machen, während ihr Kind ZUVERLÄSSIG nicht nur versorgt wird, sondern in eine funktionierende Gemeinschaft integriert ist.

In einer anderen Frauen-Gemeinschaft, zwei Berufs-Mütter, drei Schulkinder, lebt außerdem die Schwester der Mutter, also eine Tante, und ein Au-pair-Mädchen (privat vermittelt, denn eine der größten deutschen Au-pair-Agenturen, die katholische InVia, vermittelt Mädchen nur in Gastfamilien, in denen es außer der Mutter auch einen Vater gibt und die Mutter nicht ganztags arbeitet!). Die Kinder erweitern hier ihren Horizont durch den Kontakt zu einer ausländischen Bezugsperson und Menschen verschiedener Generationen und damit ihre soziale Kompetenz - im Gegensatz zur engen, isolierten traditionellen Mutter-Kind-Beziehung.

Es häufen sich die ansteckend fröhlichen und lebendigen Frauen-Gemeinschaften, die sowohl in der Stadt als auch auf dem Land entstehen.  Oft Selbstversorgerinnen und teilweise oder ganz berufstätig, in einem großen Haus oder auf einem Bauernhof: Die Tanten-Wirtschaft.
Zehn, zwanzig Frauen leben hier zusammen. Manche mit, manche ohne Kinder, manche mit einer lockeren Männer-Beziehung, manche ohne.

Da haben nicht nur die Kinder genügend SpielkameradInnen und Zusatz-Mütter, kommen in Kontakt mit der Natur und Tieren, sondern auch die Frauen profitieren, weil es immer eine zum Reden gibt. Welcher Mann will denn reden? (Siehe auch Frauenwohnprojekte)

Diese Art der Lebensform unter Frauen hat nichts mit sexuellen Präferenzen zu tun, die eine Frau setzt, obwohl sich in manchen Gemeinschaften nur lesbische Frauen organisieren. Viele Frauen erfahren hier zum ersten Mal, dass Alltag (und Feiertag!) mit Frauen einfach Spaß macht!

Brauchen Kinder einen Vater?

  • Einen Vater, der nicht in der Lage ist, ein ernsthaftes Gespräch zu führen? NEIN
  • Einen Vater, der überzeugt ist, dass sein Kind schon mit fünf schulreif ist, aber keine Ahnung hat, wann die Schuleinschreibung ist? NEIN
  • Einen Vater, der manchmal abends kocht, dass die Tomatensoße bis über die Waschmaschine spritzt und die Küche renoviert werden muss? NEIN
  • Einen Vater, dem sein Auto, Beruf, Hobby (setze ein was du willst ....... ) immer wichtiger ist, als die Bedürfnisse der Kinder? NEIN
  • Einen Vater, der für seine Familie nicht zurücksteckt? NEIN

Alle anderen Männer haben häufig schon entdeckt, dass das lockere Zusammenleben in größeren Gemeinschaften der Kleinfamilie vorzuziehen ist und auch ihnen Vorteile bringt, die sie nicht mehr missen möchten.

Kinder brauchen einen zuverlässigen Rahmen, wo sie sich sicher und geborgen und erwünscht fühlen können. Egal, wie dieser Rahmen aussieht. Welcher Einzel-Vater kann das WIRKLICH bieten?

Wie werde ich Single-Mutter?

  • Affäre mit Folgen: Suchen Sie sich einen verheirateten Liebhaber, der auf keinen Fall die Scheidung will. Besonders geeignet sind Ehemänner, die schon wunderbare Kinder haben. Das lässt auf gute Gene und Zeugungsfähigkeit schließen.
  • Der Madonna-Trick: Die Popsängerin sah den Vater ihrer Tochter beim Joggen. Sie ließ ihn zeugen und einen Vertrag unterschreiben, in dem er auf das Sorgerecht verzichtete.
  • Variante mit Risikofaktor: Sie entdecken beim Tanzen den Traumvater Ihres Kindes und haben gerade Ihre fruchtbaren Tage. Geben Sie ihm einen falschen Namen und eine erfundene Telefonnummer. Nachteil: Aids-Risiko.
  • Da wissen Sie, was Sie bekommen: Machen Sie einen guten Freund zum biologischen Vater. Sie schlafen einfach mit ihm und behalten den Grund für sich. Sind sie erst mal schwanger, war's eben ein anderer. Vorteil: Sie kennen ihn und sein Erbmaterial gut.
  • Ohne Sex: Als ledige, normal fruchtbare Frau können Sie eine Insemination (künstliche Befruchtung mit anonymem Fremdsamen) durchführen lassen. Rechtlich ist das in Deutschland kein Problem, Sie müssen nur eine Ärztin finden, die keine moralischen Bedenken hat.
  • Wenn Ihnen das alles nicht zusagt, bleibt noch die Adoption. Auch als Einzelperson haben Sie das Recht, ein Kind anzunehmen. In der Praxis werden jedoch Ehepaare meist bevorzugt. Bessere Chancen haben Sie als Single bei ausländischen Kindern.

Beispiele und Fotos aus Cosmopolitan

 
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