Im Leben eines Mädchens sind die Tage angefüllt mit Ereignissen, die banal zu sein scheinen, es in Wirklichkeit aber nicht sind.

Es häufen sich die bewussten wie unbewussten Versuche der Umwelt, das Kind auf die Mädchenrolle festzulegen. Aus der Summe solch alltäglicher Erfahrungen ergibt sich für das Kind ein Muster, nach dem es sein Verhalten ausrichtet.

Davon handelt diese Seite.

 
 
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Freche Mädchen

gibt es selten - und schon gar nicht in der Öffentlichkeit.
Und obwohl es ja heißt, dass sogar böse Mädchen überall hinkommen, dirigieren im Patriarchat die Mütter auch die frechen in die "brave Richtung".

Pippi Langstrumpf ist eine herzerfrischende, beliebte Ausnahme. Und auch im richtigen Leben gibt es immer mehr, denn auch die Vorbildfrauen vermehren sich.

Hier werden Anekdoten und Geschichtchen von frechen, vorlauten, aufmüpfigen und neugierigen Mädchen gesammelt.

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Wer 'ne Hexe kennt ist klar im Vorteil

Ich lebe und arbeite auf dem Land, außerhalb einer Kleinstadt in NRW und lege Karten, schreibe Horoskope, biete Workshops und Seminare an. Letztens klingelte es. Sophia (9), ein Mädchen aus dem nächsten Weiler und ein ungefähr gleichaltriges Mädchen standen vor der Tür.
„Du, Anke. Lena glaubt nicht, dass es Hexen gibt. Da hab ich gesagt OK, dann gehen wir jetzt Anke besuchen. Dürfen wir rein kommen?“
Eine gute Stunde habe ich Rede und Antwort gestanden.

von Anke aus Halver

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Geschichtsunterricht

Als ich eine Stunde des Geschichtsreferendars hospitierte, ließ er, als 3 der 5 Mädchen der Klasse 9v1 die Antwort auf seine Frage nicht wussten, folgende Bemerkung fallen:
"Na dann geht doch wieder an euren Herd zurück". Als er später die Klassenarbeiten ausgab und eine Schülerin (14), die eine Note 1 hatte, mit folgenden Worten lobte "Sehr gut gemacht, aber du bist im Unterricht immer so still...", meinte sie nur mit einem kühlen Lächeln: "Naja, ich lese immer Kochbücher."

von Sabrina aus Zwickau

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Tragetuch

Eine "meiner" Töchter war im Alter von etwa 4 1/2 Jahren völlig fasziniert davon, dass manche einen eigenen "Einkaufswagen" durch die Strassen schieben. Weder sie selbst noch eines meiner weiter Kinder hat je in einem Kinderwagen gesessen. Als ich ihr zu erklären versuchte, dass das keineswegs Einkaufswägen sind, sondern dass darin Babys transportiert werden, fragte sie mich total entgeistert "Mutter! Willst Du mich verscheissern??? Babys gehören doch ins Tuch!?"
Ihr liess das wohl keine Ruhe. Die nächste Mutter mit Kinderwagen aus der Nachbarschaft war dann "fällig". Sie ging auf die Mutter zu und fragte, ob sie mal in den Einkaufswagen schauen dürfe. Sie schaut also in den Wagen und schrie die verdutzte Mutter an "Sach mal, bist Du denn meschugge, Dein Baby in einen Einkaufswagen zu legen?", um sich dann an mich gewandt zu entrüsten "Sind in allen Einkaufswagen Babys? Sind die Leute denn dumm? Wissen die nich', dass Babys in 'n Tuch gehören?" Ich schlug ihr vor, die Frau doch selbst zu fragen ... die allerdings machte sich schleunigst aus dem Staub und wechselt seither die Strassenseite, wenn sie uns sieht. (apropos Tuch: Kindertragen)

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Meine 5jährige fragte einen Mann im Bus, der mir beim Stillen ihres kleinen Bruders versuchte auf die Brust zu glotzen, lautstark: "Bista neidisch, wa? Bist wohl nich' gestillt geworden, wa?"  

von Yvonne aus Berlin 

Ein Leser schreibt:

Ein Lieblinsbilderbuch meiner 3-jährigen Tochter ist das von Pippi Langstrumpf. Jeden Abend vor dem Einschlafen lässt sie sich mindestens 15 Minuten erklären warum Pippi die Räuber auf den Kasten schmeißt.
Einmal gab sie daraufhin folgenden Kommentar ab: "Gell Papa, die Frauen sind immer stärker als die Männer."


Eine Leserin schreibt:

Heute passiert:
Janina (13 Jahre) tut etwas, das ihr Vater verboten hat. Ich frage:
"Das lässt dich wohl kalt, dass das Ärger gibt. Bist du heute 'ne Halbstarke?"
Ihre Antwort: "Nein Mama, eine ganz Starke!"


Der Vater unterhält sich mit Nicole: "Alles ist möglich, wenn man wirklich will." - "Was du nicht sagst?! Dann entzünde doch mal ein Streichholz an einer nassen Seife."

von Janine aus der Schweiz


"Simone, iss endlich, was du auf dem Teller hast, und hör auf zu motzen! Als ich noch ein Kind war, hatte ich nicht mal genügend Brot zu essen und musste in einem kalten Zimmer frieren." - "Armer Paps! Da kannst du aber ganz schön froh sein, dass du jetzt bei uns wohnen darfst."

von Sandra, Hildesheim


Sibylle liest in der Tageszeitung das Horoskop. Plötzlich ruft sie: "Mami, stell dir vor, wenn Papi zwei Tage früher zur Welt gekommen wäre, wäre er jetzt großzügig, freundlich und hilfsbereit!"

von Sibylle ;-) ,Tessin

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